Turkmenistan

Mit Turkmenistan erwartete uns nach Nordkorea der zweit totalitärste Staat der Welt, was uns bei der mühsamen und langwierigen
Einreise- sowie Geldwechsel-Prozedur eine erste Idee geben sollte:
Den tatsächlichen „Straßenkurs“ erfährt man nur unter vorgehaltener Hand, was die starke Inflation wohl verheimlichen soll.

 

Die „weiße Stadt“ Ashgabat ist wie auf dem Reißbrett entworfen uns protzt mit Status-Denkmälern des Präsidenten. Die darauffolgenden Karakum-Wüste ist ein brutaler Gegensatz zu Land und Infrastruktur - Hier müssen wir uns tatsächlich vor Kamelen in Acht nehmen, die unerwartet auf der von Schlaglöchern übersäten Buckelpiste namens „Straße“ auftauchten.

 

Am brennenden Gas-Krater von Derweze bietet uns ein Ziegenhirte spontan seine Jurte an und bekocht unsere gesellige Runde von
5 Motorradreisenden köstlich, so dass wir genug Zeit haben das Feuer-Schauspiel im Campingstuhl zu genießen.

 

Nach 4 Tagen Transit durch Turkmenistan sind wir ehrlich gesagt etwas erleichtert Usbekistan zu erreichen, was deutlich bessere Infrastruktur und hoffentlich weniger staatliche Überwachung für deren Einwohner bereithält.